Das sollten Sie über Penisprothesen wissen

Penisprothese

Als Penisprothese wird ein künstlicher Schwellkörperersatz bezeichnet, der durch eine Operation in den Penis eingesetzt wird. Dadurch kann der operierte Penis in seiner Form und Härte wie ein normal erigiertes Glied funktionieren. Männern mit Erektionsstörungen haben dadurch die Möglichkeit wie normalen Geschlechtsverkehr haben zu können, vor allem wenn andere Behandlungsansätze wie PDE-5-Hemmer oder eine Schwellkörperinjektion keine Erfolge zeigten. Je nach Bauart und Festigkeit des Materials unterscheiden Mediziner drei Arten der Penisprothese:

  • Rigide Penisprothese – formstabil und dauerhaft hart
  • Semirigide Penisprothese – hart, aber biegbar
  • Hydraulische Penisprothese – flüssigkeitsgefülltes Implantat
Funktionsweise einer Penisprothese

Heutzutage verwenden Ärzte vor allem hydraulische Penis-Implantate. Diese Penisprothese wird vor dem Sex manuell mit einer Flüssigkeit gefüllt, wodurch sich der Penis aufrichtet und hart wird. Die Flüssigkeit wird in einem künstlichen Behälter neben der Harnblase gespeichert und mittels einer kleinen Handpumpe, dier während der Operation im Hodensack untergebracht wird, in die Implantate gesaugt. Vor dem Geschlechtsverkehr kann durch Betätigung der Pumpe somit eine Erektion herbeigeführt werden. Bei Nicht-Benutzung bleibt der Penis schlaff. Vor allem für Männer ist dies eine angenehme und praktikable Lösung.

Eine Penisprothese erhalten Männer mit erektiler Dysfunktion, die umgangssprachlich als Impotenz bezeichnet wird. Bei der erektilen Dysfunktion können Männern aufgrund verschiedener Ursachen keine für Sex ausreichende Erektion bekommen, der Penis wird als nicht mehr groß oder/und steif genug. Sex ist dadurch gar nicht mehr oder nur sehr schwer möglich, was nicht nur Auswirkungen auf das Sexleben hat, sondern auch eine große psychische Belastung darstellt. Eine penisprothese kommt jedoch erst zur Anwendung, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht erfolgreich waren. Dazu zählt man:

  • Behandlung einer möglichen Grunderkrankung, beispielsweise Testosteronmangel
  • Medikamente zur Verbesserung der Penisdurchblutung (Viagra kaufen)
  • Psychotherapie bei Ängsten und Vermeidungsverhalten
  • Penispumpe zur Vergrößerung des Penis durch ein Vakuum
  • Einspritzen von Wirkstoffen in die Schwellkörper (Penisinjektion)
  • Chirurgische Eingriffe an Penisvenen oder Penisarterien zur Verbesserung der Schwellkörperdurchblutung
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Was passiert bei einer Operation?

Zu Beginn der Operation wäscht und desinfiziert der Arzt den Intimbereich sorgfältig und deckt den Bereich anschließend mit sterilen Tüchern ab. Dabei ist der Patient in der Regel in Vollnarkose, er bekommt von dem Eingriff also nichts mit. Im Anschluss öffnet der Arzt mit einem Schnitt die Schwellkörper im Bereich der Peniswurzel und entfernt das innenliegende Bindegewebe. Dadurch entsteht Platz für das Penis-Implantat aus Kunststoff. In jeden der beiden seitlichen Schwellkörper wird nun eine Prothese eingesetzt.

Bei einer rigiden bzw. semirigiden Penisprothese war es das dann auch schon. Bei der hydraulischen Penisprothese muss der Arzt jedoch noch das Flüssigkeitsreservoir neben der Harnblase einsetzen und fixieren. Zusätzlich bringt er die kleine Pumpe in den Hodensack ein und verbindet alle Teile mit dünnen Schläuchen, damit die Flüssigkeit auch in die künstlichen Schwellkörper fließen kann. Im Normalfall besteht diese aus Kochsalzlösung oder reinem Wasser. Danach wird alles noch einmal überprüft und die Operationswunde vernäht.

Penisprothese

Welche Risiken gibt es bei einer Penisprothese?

Beim Eingriff am Penis kann unter anderm die Harnröhre oder Nervenbahnen verletzt werden. Zu lange Prothesen oder auch die Narben der Operation führen in seltenen Fällen dazu, dass der Penis sich nach einer Seite hin krümmt.

In seltenen Fällen können Bakterien oder andere Keime die neue Prothese befallen. Es kommt dann vor allem zu Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Funktionseinschränkungen der Penisprothese. Die Infektion wird dann durch Antibiotika bekämpft. Sollte das nicht ausreichen, wird das Implantat wieder entnommen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann er dann im Rahmen einer weiteren Operation eine neue Penisprothese einsetzen.

Grundsätzlich gilt, dass hydraulische Systeme mit einer höheren Komplikationsrate verbunden sind als semirigide Penisprothesen.

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Verletzungen der Eichel

Problematisch ist außerdem, dass bei der Anwendung einer hydraulischen Penispumpe zwar die Schwellkörper, nicht jedoch die Eichel selbst hart wird. Diese hängt beim künstlich erigierten Glied schlaff nach unten. Das erschwert nicht nur den Geschlechtsverkehr, sondern führt möglicherweise beim Eindringen in die Scheide auch zu Verletzungen an der Eichel. Nach einer gewissen zZeit entwickelt sich aber eine Routine darin, sodass solche verletzungen sehr selten vorkommen.

Druckgeschwüre und Blutungen

Gerade bei querschnittsgelähmten Männern oder Diabetikern kann es zu Komplikationen kommen, wenn sie den Implantatdruck zu stark anheben und einen möglichen Dehnungsschmerz im Penis nicht bzw. nur vermindert wahrnehmen. Die Folge von zu stark gefüllten oder zu großen Implantaten sind Gewebeschädigungen, die zu Blutungen oder Geschwüren führen. Auch eine Verletzung der Harnröhre ist dabei möglich.

Weitere Hinweise zum Einsatz einer Penisprothese

Grundsätzlich sollten Sie nach einer Operation beim Geschlechtsverkehr vorsichtig sein, um sich einerseits an den Einsatz der Prothese zu gewöhnen und andererseits das Risiko von Verletzungen zu verringern. Achten Sie außerdem auf Schmerzen und Rötungen im Bereich der Nähte. Bei möglichen Komplikationen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Sex mit einer Penisprothese

Erwartungen an die Penisprothese

Studien haben ergeben, dass 90 Prozent der Frauen mit der Penisprothese ihres Partners zufrieden sind. Auch wenn das grundsätzlich sehr vielversprechend klingt, muss der Arzt vor der Operation darauf hinweisen, dass das Penis-Implantat keine natürliche Erektion erzeugt wie bei einem gesunden Penis. Die Prothese  bzw. das Implantat verbessert lediglich den Härtegrad des Penis, er ist aber mit Penisprothese deutlich kürzer oder schmaler als ein normal erigiertes Glied. Obwohl neuere Schwellkörper die Fähigkeit besitzen, sich sowohl in die Breite als auch in die Länge auszudehnen, kann auch eine Penisprothese keine normale Erektion erzeugen. Wenn dies beiden Partnern bewusst ist, ermöglicht die Penisprothese aber ein erfüllendes Sexualleben.

 

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